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Omar Chiám.
In: Geschichte der schönen Redekünste Persiens. Mit einer Blüthenlese aus zweyhundert persischen Dichtern von Joseph von Hammer. Wien, Heubner und Wolke, 1818.

Quatrains from Von Hammer's translation that correspond with the Bodleian Ms.


7 [89]

Ich schaute gestern einem Töpfer zu,
Der schlug auf frischen Lehm gewaltig zu.
Da sprach der Lehm mit seinem eignen Wort:
Schlag' mich nicht so; bin ich denn nicht was du?

 

11 [102]
Chiam! bist trunken du, bist du verliebt, sey froh!
Hast ein Paar Tage du den Wein verehrt, sey froh!
Wie lange wirst du dich noch kümmern ob ich bin,
Da du nicht bist, wie wohl du bist, so lebe froh.

 

16 [43]

Wo Tulpen auf den Feldern sproßen,
Trank jeder Fleck das Blut der Großen.
Die Veilchen, die auf Wiesen prangen,
Sind Muttermaale schöner Wangen.

 

22 [34]

Du sprichst mir von Huris, vom Paradiese,
Von Edens lusterfüllter goldner Wiese.
Geh nimm den Pfennig hin und laß mich geh'n,
Von ferne nur hört sich die Trommel schön.

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